FFH-Verträglichkeitsuntersuchung

Projekte oder Vorhaben, die ein Natura 2000-Gebiet (FFH-Gebiete und Vogelschutzgebiete) beeinträchtigen können, müssen im Hinblick auf ihre Verträglichkeit mit dem Schutzzweck und Schutzziel des Gebietes untersucht werden (Art. 6 Abs. 3 der FFH -Richtlinie bzw. § 34 des Bundesnaturschutzgesetzes). Diese Überprüfung wird FFH Verträglichkeitsuntersuchung (FFH-VU) genannt. Die Untersuchung muss auch dann durchgeführt werden, wenn das Vorhaben selbst nicht innerhalb eines solchen Natura 2000-Gebietes liegt, aber eine Beeinträchtigung nicht auszuschließen ist. Bei den zu prüfenden Vorhaben kann es sich dabei sowohl um Bauvorhaben wie Neubausiedlungen, Industriegebiete oder Windkraftanlagen als auch um Renaturierungsprojekte wie Wiedervernässung von Mooren oder die naturnahe Gestaltung von Fließgewässern handeln.

Abschließend überprüft die FFH-VU, ob erhebliche Beeinträchtigungen durch Vermeidungs-, Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen verhindert werden können. Sind Beeinträchtigungen trotz solcher Maßnahmen zu erwarten, wird anschließend in Ausnahmefällen eine Zulassungs- und Ausnahmeprüfung durchgeführt.